Martin von Tour

"Ich habe meine Kinder nie ermutigt kreativ zu sein.
Das Vorbild eines Elternteils ist weit beredter als alles, was man ihnen sagen könnte."


Sir Peter Alexander von Ustinov (*1921), eigentlich Petrus Alexandrus von Ustinov,
englischer Schauspieler russisch-französischer Abstammung,
Regisseur, Schriftsteller und Unicef-Botschafter, 2001 mit der goldenen Kamera ausgezeichnet.



Liebe Gemeinde,

ich nehme eine erfreuliche Entwicklung wahr. Erziehung wird in neuer Weise entdeckt. Es wächst die Zahl derer, die den Wert des Vorbildes entdecken. Das Misstrauen gegenüber dem Machen wächst. Was die zu Erziehenden können und lernen sollen, wird zweitrangig. Erstrangig wird das Vorbild in der Erziehung. An ihm kann man sich orientieren, kann dazu ja und nein sagen, ihm nachstreben oder es ablehnen.

Alle Erziehung steht unter dem Vorbehalt: "Ich habe meine Kinder allen möglichen Erziehungsversuchen ausgesetzt, heraus gekommen ist etwas ganz anderes, als ich gedacht habe."

In der "reformrundschau" (Ausgabe 2003/7, S.10) schreibt Marita Lanfer:

"Das Wort Erziehung sollte man ausstreichen!", meinte der als Heimatschriftsteller verkannte, weitsichtige Kulturkritiker und Volkspädagoge Peter Rosegger. Er fuhr allerdings fort: "Das Wort Vorbild sollte man dafür hinsetzen."

Kinder, daran hat sich seit Roseggers Zeiten nichts geändert, lernen vor allem durch Nachahmung und Gewöhnung. Sie warten nicht darauf, erzogen zu werden, sondern richten sich nach dem Verhalten der Erzieher. Aus allem, was sie um sich her wahrnehmen, lernen sie, sei es gut oder schlecht.
Kein Zureden, keine Ermahnung, weder Belohnung noch Strafe sind erzieherisch so wirkungsvoll wie das erlebte Vorbild. Daher gibt es im Grunde keine guten Erziehungsmethoden, wenn Kinder gegenteilige Erfahrungen machen und schlechte Beispiele vor Augen haben. Belehrung nützt nichts, wenn Persönlichkeitsideale fehlen.
Wertunsichere und damit erziehungsunsichere Menschen - heute fast die Regel - schaden dem Kind. Der moderne Zweifel an der Erkennbarkeit des Guten, am Recht zum Werten, am Sinn der Erziehung schwächen es..."

Vorbild sind wir allemal, im Guten oder im Schlechten. Andere Menschen (Kinder und Erwachsene) nehmen uns wahr und orientieren sich an uns.
Deshalb ist es wichtig, dass wir erkennen lassen, was uns wertvoll und wichtig ist, wofür wir uns einsetzen und wogegen wir uns wehren.
Martin von Tour (Bild oben) wird seit über 1600 Jahren als Vorbild geachtet. Er hatte Jesus als Vorbild. Wer ist unser Vorbild und wofür sind wir Vorbilder?

Herzliche Grüße

Ihr H. Iglhaut


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